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Staatliche Förderung für Digitalisierung: Was kleinen Unternehmen zusteht

  • Autorenbild: Ella Winter
    Ella Winter
  • 29. Mai
  • 4 Min. Lesezeit

Aktualisiert: 30. Mai

Von Ella Winter, Digitalisierungsberaterin am Bodensee | Studio Ella

Irgendwo hat man es schon mal gelesen, im Gespräch aufgeschnappt oder in einem Merkblatt überflogen: Der Staat bezuschusst Digitalisierung für kleine Unternehmen. Aber was das konkret bedeutet, welche Betriebe in Frage kommen und wie man die Zuschüsse erhält, bleibt meistens vage.

Dabei ist der Weg zu diesen Mitteln einfacher, als die meisten denken. Als Digitalisierungsberaterin für kleine Betriebe am Bodensee und im Allgäu begleite ich Unternehmen durch genau diesen Prozess. Hier erkläre ich, was wirklich möglich ist.

Warum gibt es diese Förderung?

Kleine Betriebe tragen die Wirtschaft, haben aber selten die Kapazität, sich mit Digitalisierung ernsthaft auseinanderzusetzen. Das kostet Zeit, die man nicht hat, und Geld, das man lieber ins Tagesgeschäft steckt. Der Staat hat ein Interesse daran, das zu ändern, und hat entsprechende Programme aufgelegt.

Die wichtigsten Programme für kleine Unternehmen

Bundesweite Förderung für Unternehmensberatung

Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) fördert professionelle Beratung für kleine und mittlere Unternehmen. Wer sich bei Themen wie Digitalisierung, Prozessoptimierung oder dem eigenen Online-Auftritt beraten lässt, bekommt einen Teil der Kosten zurück.

Wie viel Förderung gibt es konkret?

Für Unternehmen in Bayern, Baden-Württemberg und den anderen alten Bundesländern übernimmt der Bund 50 Prozent der Beratungskosten, bis zu 1.750 Euro pro Beratung. Die förderfähigen Beratungskosten sind auf 3.500 Euro netto gedeckelt. Pro Unternehmen sind bis zum 31. Dezember 2026 bis zu fünf Beratungen förderbar, maximal zwei pro Jahr.

Wer kann gefördert werden?

Grundsätzlich alle Unternehmen, Gewerbetreibenden, Freiberufler und Soloselbstständigen in Deutschland mit weniger als 250 Mitarbeitenden. Auch Betriebe im ersten Gründungsjahr sind förderfähig, in diesem Fall ist vorab ein kostenloses Informationsgespräch mit einem regionalen Ansprechpartner erforderlich. Je nach Berufsgruppe können besondere Regelungen gelten.

Was wird gefördert?

Individuelle Beratung zu wirtschaftlichen Themen, darunter:

  • Digitalisierung von Abläufen und Prozessen

  • Online-Auftritt und Sichtbarkeit im Netz

  • Einführung neuer Software und digitaler Tools

  • Strategie, Kommunikation und Positionierung

Die genauen Fördersätze und Bemessungsgrundlagen können sich ändern. Aktuelle Zahlen findest du direkt auf der offiziellen BAFA-Website.

Wichtig: Der Antrag muss gestellt und genehmigt sein, bevor die Beratung beginnt. Rückwirkend ist das nicht möglich.

Hinweis für Kleinunternehmer: Seit November 2025 wird der Zuschuss für nicht vorsteuerabzugsberechtigte Antragsteller auf den Brutto-Rechnungsbetrag berechnet. Für viele Soloselbstständige im Bodenseeraum und Allgäu ist die Förderung dadurch noch attraktiver geworden.

Digitalbonus Bayern

Für gewerbliche Unternehmen in Bayern gibt es zusätzlich den Digitalbonus Bayern, ein Landesprogramm, das konkrete Umsetzungsmaßnahmen bezuschusst: die Einführung neuer Software, die Digitalisierung von Betriebsprozessen oder IT-Sicherheitsmaßnahmen. Wer seinen Betrieb in Lindau oder anderswo im bayerischen Teil der Bodenseeregion hat, sollte dieses Programm auf dem Schirm haben.

Der Ablauf in der Praxis

Der Prozess ist einfacher, als das Wort "Förderantrag" vermuten lässt:

  1. Erstgespräch mit einer zugelassenen Beraterin (z.B. Studio Ella), um zu klären ob das Vorhaben förderfähig ist

  2. Antrag stellen über die offizielle Online-Plattform des BAFA

  3. Genehmigung abwarten, das Informationsschreiben kommt meist innerhalb weniger Werktage

  4. Beratung starten, erst ab diesem Zeitpunkt beginnt die förderfähige Arbeit

  5. Verwendungsnachweis einreichen nach Abschluss der Beratung

  6. Zuschuss erhalten

Ein Beispiel aus der Praxis

Eine Schreinerin aus der Bodenseeregion wollte aufhören, Angebote stundenlang von Hand zu tippen und Kundendaten in verschiedenen Tabellen zu verwalten. Sie wusste, dass es bessere Lösungen gibt, aber nicht welche zu ihr passt – und hatte keine Zeit, das selbst herauszufinden.

Über die Förderung konnte sie eine professionelle Beratung hinzuziehen, ein Teil der Kosten wurde bezuschusst. Das Ergebnis: ein schlankes System für Angebote und Kundenverwaltung, das in ihren Arbeitsalltag passt – mit spürbarer Zeitersparnis.

Solche Fälle sind keine Ausnahme. Die meisten kleinen Betriebe in der Bodenseeregion wissen schlicht nicht, dass sie Anspruch auf diese Unterstützung haben, obwohl sie davon profitieren würden.

Häufige Fragen zur Förderung

Ich bin selbstständig und arbeite allein. Kommt das für mich infrage?

Ja. Soloselbstständige und Freiberufler sind ausdrücklich förderfähig. Die genauen Voraussetzungen hängen vom Programm und der Branche ab.

Ich bin noch nicht lange selbstständig. Geht das trotzdem?

Auch Unternehmen im ersten Gründungsjahr können gefördert werden. Voraussetzung ist ein zusätzliches kostenloses Informationsgespräch mit einem regionalen Ansprechpartner.

Wie hoch ist der Zuschuss genau?

In Bayern und den anderen alten Bundesländern beträgt der Fördersatz 50 Prozent der Beratungskosten, maximal 1.750 Euro pro Beratung. Die Bemessungsgrundlage ist auf 3.500 Euro netto begrenzt.

Was kostet das Erstgespräch mit Studio Ella?

Nichts. Wir schauen gemeinsam, ob und welche Förderung infrage kommt – das Erstgespräch ist grundsätzlich kostenlos.

Ich bin nicht in Bayern. Gibt es trotzdem Möglichkeiten?

Die BAFA-Förderung ist bundesweit zugänglich. In anderen Bundesländern existieren zudem eigene Landesprogramme. Ich schaue gerne mit dir, was konkret möglich ist.

Fazit

Staatliche Förderung für Digitalisierung ist nicht nur etwas für große Unternehmen – im Gegenteil! Bund und Länder möchten insbesondere Einzelunternehmen, kleine Betriebe und Selbstständige unterstützen, auch am Bodensee und im Allgäu.

Der Förderantrag ist einfacher als gedacht, speziell mit einer BAFA-gelisteten Beratung wie Studio Ella.

Ella Winter ist Digitalisierungsberaterin für kleine Unternehmen am Bodensee und im Allgäu. Mit Studio Ella begleitet sie Betriebe aus Lindau, Friedrichshafen, Ravensburg, Wangen und der gesamten Region bei der Digitalisierung ihrer Abläufe und ihres Online-Auftritts.


Du möchtest wissen, ob eine Förderung für dich infrage kommt? Das erste Gespräch ist kostenlos und unverbindlich.




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